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Indikatoren/Forschung

Fördersituation ökologischer Landbau

Fördersituation ökologischer Landbau

Stand: 10.01.2020

Einleitung

Ziel des NAP ist es, mögliche Risiken und Auswirkungen für die menschliche Gesundheit und die Umwelt, die mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbunden sein können, weiter zu reduzie-ren. Zur Darstellung der Risikoentwicklung wird u.a. der Indikator „Fördersituation ökologischer Landbau“ herangezogen. Der Indikator dokumentiert jährlich die vom Bund und den Ländern (gesamt und aufgeschlüsselt nach Ländern) eingesetzten Fördermittel für die betriebliche Umstellung sowie für die Fortführung von Ökolandbau (gem. EU-Öko-VO) aufgewendete Mittel. Für den Indikator wurde kein quantitatives  Ziel  festgelegt.

Beschreibung

Seit 1989 wird der ökologische Landbau in Deutschland mit zahlreichen und vielfältigen Maßnahmen aus öffentlichen Mitteln gefördert. Zum einen stellen Bund und Länder flächenbezogene Fördermittel für die betriebliche Umstellung und die Fortführung des ökologischen Landbaus zur Verfügung. Zum anderen werden im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) unterschiedliche Fördermaßnahmen umgesetzt, die auch dem Pflanzenschutz zugutekommen.

Durch das BÖLN werden landwirtschaftliche Betriebe während einer Umstellung auf die ökologische Wirtschaftsweise beraten, Messe- und Ausstellungsbeiträgen erarbeitet und präsentiert sowie Verbraucherinnen und Verbraucher zum ökologischen Landbaus und zu einer besonders nachhaltigen Landwirtschaft informiert. Ein wesentliches Element des BÖLN ist auch die Förderung von Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen (FuE-Vorhaben) und des Wissenstransfers, wovon Betriebe des ökologischen Landbaus und Betriebe, die besonders nachhaltige Verfahren des integrierten Pflanzenschutzes anwenden, profitieren.

Diagramm

Aussage

Dargestellt wird die Entwicklung der Fördersituation im ökologischen Landbau. Aus dem BMEL-Bericht „Ökologischer Landbau in Deutschland, Stand Februar 2019“ und den „Strukturdaten zum ökologischen Landbau für das Jahr 2018“ werden die Öko-Fläche in Millionen Hektar und die Höhe der Fördermittel in Millionen Euro für den Zeitraum von 2000 bis 2018 bzw. 2014 dargestellt.
Die zugrundeliegenden Daten des Indikators zeigen, dass der ökologische Landbau in Deutschland für die angegebenen Jahre konstant gefördert wurde.

Die Öko-Fläche ist die landwirtschaftliche Fläche, auf der in Deutschland ökologischer Landbau nach der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 betrieben wird. Die Öko-Fläche nahm von 2000 mit 546.023 ha auf 1.521.314 ha im Jahr 2018 kontinuierlich zu. Gleichzeitig wurden die Fördermittel für den ökologischen Landbau von 2000 mit 61,154 Mio. € bis 2014 mit 158,513 Mio. € erhöht. Die Höhe der flächenbezogenen Fördermittel berechnet sich aus der Öko-Fläche (ha) und aus den Fördermitteln in Millionen Euro pro Jahr. Da die Öko-Fläche im Förderzeitraum kontinuierlich zugenommen hat, wurde die Höhe der Fördermittel entsprechend angepasst. Daraus ergibt sich, dass die Höhe der flächenbezogenen Fördermittel bei 144 Euro pro Hektar im Mittel der Jahre von 2000 bis 2014 lag.

Weitere Informationen zur Fördersituation im ökologischen Landbau werden im Bericht „Ökologischer Landbau in Deutschland, Stand Februar 2019“ gegeben.
Das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN) hat die Höhe der Forschungsgelder in Millionen Euro pro Jahr für den Zeitraum von 2010 bis 2016 berechnet.

Die Höhe der Forschungsgelder BÖLN wird für geförderte Vorhaben mit Schwerpunkt auf dem ökologischen Landbau (OE) und Vorhaben für andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (NA) erfasst. Die Erkenntnisse, die aus OE-Vorhaben gewonnen werden, sind erstrangig für ökologisch wirtschaftende Betriebe von Nutzen. Mit NA-Vorhaben werden besonders nachhaltige Pflanzenschutzmaßnahmen und -verfahren für den integrierten Pflanzenschutz gefördert, die auch für ökologisch wirtschaftende Betriebe von Nutzen sein können. Die Hälfte der Forschungsgelder, mit denen NA-Vorhaben gefördert werden, wird deshalb zusammen mit den Fördergeldern für OE-Vorhaben zu den Gesamtforschungsgeldern gezählt. Die zugrundeliegenden Daten belegen, dass die Förderung von Forschungsvorhaben für den Pflanzenschutz im BÖLN bei einem Gesamtumfang des BÖLN in Höhe von 20 Mio. Euro pro Jahr (2017) seit 2011 von 2,043 Mio. Euro auf 0,964 Mio. Euro in 2016 zunächst zurückgegangen ist. Seit der Aufstockung des BÖLN-Titels auf 30 Mio. (2018) bzw. 26 Mio. Euro (2019) ist der Umfang der eingesetzten Forschungsgelder mit 1,682 Mio. Euro (2018) und 3,508 Mio. Euro (2019) wieder angestiegen.